Synopsis

DIE CHINESISCHE DAME - Ein Roman, über Lügen, die verletzen und Wahrheiten, die töten

Lügen, Betrug, quälende Albträume. Der Schmerz sitzt tief. Zu tief. Chris­tian Selikowsky legt ein Verspre­chen ab: Der junge Archi­tekt will ab sofort in Wahrhaftigkeit le­ben, nie mehr lügen!

Er besucht seinen Vater in Tirol, um dem Be­sit­zer eines florierenden Familienunter­neh­mens Sonja vorzustellen. Lange hat er die Be­ziehung zu der schrillen Frau verheim­licht.

Kaum ist er angekommen, bricht sein Vater zu­sammen. Herzin­farkt! Die Polizei ge­ht von einem natürlichen Tod aus. Christian aber zweifelt, denn kurz vor der Herzattacke hatte sein Vater Besuch - von einer chine­sischen Dame! Nie­mand kann Christian sagen, was die attrak­tive Ma­nage­rin vom Vater wollte: Ging es um Produktpirate­rie, um ein illegales Investment-Geschäft oder hatte Vater mit ihr eine Liai­son?

Als Christian die Dame zur Rede stel­len will, ist sie bereits nach Schang­hai ab­gereist. Er be­steht auf einer polizeilichen Unter­su­chung und gerät selbst unter Mord­ver­dacht.

"Nichts als die reine Wahrheit", lautet sein Ver­sprechen – also fliegt Christian mit Sonja nach Schanghai. Auf der Suche nach der mysteriö­sen Chinesin wird ihm klar, wie fundamental sich die wirtschaftli­che Dynamik des roten Dra­chens auf den eigenen Fami­lien­betrieb aus­wirkt. Die turbu­lenten Nachfor­schungen stürzen Christians Bezie­hung zu Sonja in eine Krise: In der boomen­den 20-Mil­lionen Metro­pole driftet das junge Paar in ein Uni­versum, in dem Men­schen ein völlig an­de­res Ver­hält­nis zur Wahr­heit ha­ben.

Die Welt der chinesischen Dame zwingt die beiden, sich mit öst­lichen Philo­so­phien zu befassen – und lässt Chris­tian Wahr­hei­ten über seine Bezie­hung zu Sonja, zu seinem Vater und zu sich selbst ent­decken, die er niemals er­wartet hät­te.

+++KURZINFO+++

Worum geht´s?

Der junge Architekt Christian Selikowsky findet seinen Vater tot am Schreibtisch. Angeblich Herzinfarkt. Zuletzt hatte der Patriarch Besuch von einer attraktiven, chinesischen Dame. Um den Tod des Vaters aufzuklären, reist Christian ins Reich der Mitte. Eine Spur führt ihn zu den Wurzeln seiner Familiengeschichte, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreicht.

Was bringt´s?

Eine spannende Forschungsreise in das Reich des Drachens. Der Familienkrimi lässt uns dramatische Konflikte mit „Fremden“ erleben, die viel über uns selbst erzählen. Das 8. Gebot „Du sollst nicht lügen“ prallt gegen die Lehre von Konfuzius: „Die Wahrheit ist ein tödliches Schwert“.

Wen interessiert´s?

Jedem, der an östlichen Philosophien, an den Licht- und Schattenseiten von Chinas Aufstieg zur Weltmacht und dem eigenen Umgang mit Wahrheit und Harmonie interessiert ist.

Warum schreiben Sie?

Ich liebe es, andere Welten zu erforschen, mich dem Fremden, Rätselhaften, Mysteriösen anzunähern. Ein wenig geht es mir wie Georg Stefan Troller: Ich darf mich in andere Menschen einfühlen – und damit hoffentlich erfahren, wer ich bin.

Der Autor

Gerhard J. Rekel wurde 1965 in Graz geboren. Nach dem Studium an der Filmakademie Wien begab er sich auf ausgedehnte Studienreisen durch China, Indien und Südamerika. Für seine erste Filmkomödie TRAUMA erhielt er neben einer British-Academy-Nomination zahlreiche internationale Auszeichnungen. Er schrieb Drehbücher zu erfolgreichen TV-Reihen wie „Tatort“, „Universum“ und „Terra X“. Drei Romane sind erschienen, zuletzt bei dtv-premium „Der Duft des Kaffees“. Rekel lebt in Berlin, hat noch einen Koffer in Wien und ist seit 2006 Gastdozent an der Donau-Universität Krems.

+++Lange Synopsis mit Romanauszug+++

„Du sollst nicht lügen“ heißt es in der Bibel. Konfuzius aber entgegnet: „Die Wahrheit ist ein tödliches Schwert!“ In den asiatischen Ländern, allen voran in China, haben Wahrheit und Harmonie eine völlig andere Bedeutung als bei uns. Deshalb gibt es bis heute im Chinesischen acht Möglichkeiten um „Ja“ zu sagen. Aber keine für „Nein“.

Was den Umgang mit der Wahrheit betrifft, funktionieren die chinesische und die deutsche Kultur diametral entgegensetzt: Die einen agieren mit subtiler Diplomatie, die anderen mit der nackten Wahrheit. Wann führt das eine, wann das andere zum Erfolg?

Diese nahezu philosophische Fragestellung thematisiert der mehrfach ausgezeichnete TATORT-Drehbuchautor Gerhard J. Rekel in einem spannenden Familienkrimi.

Erzählt wird die Geschichte des jungen Architekten Christian Selikowsky, der durch eine „Notlüge“ das Leben seiner längjährigen Freundin Sonja gefährdet. Seither verfolgen ihn brutale Albträume. Christian unterzieht sich einer Therapie und beschließt, wahrhaftig zu leben, reinen Tisch zu machen. Auch mit seinem Vater, für dessen Firma er zwar arbeitet, dem er sich aber entfremdet hat.

Christian reist von Wien nach Tirol, wo sein Vater in einem idyllischen Dorf das traditionsreiche Modeimperium leitet. Doch als Christian eintrifft, liegt der Patriarch tot am Schreibtisch. Angeblich Herzinfarkt. Die Polizei geht von einem natürlichen Tod aus. Christian aber zweifelt, denn kurz vor der Herzattacke hatte sein Vater Besuch - von einer chinesischen Dame. Niemand kann Christian sagen, was die attraktive Managerin vom Vater wollte: Ging es um Produktpiraterie, um ein illegales Investment-Geschäft oder hatte Vater mit ihr womöglich eine Liaison?

Als Christian die Dame zur Rede stellen will, ist sie bereits nach Schanghai abgereist. Er besteht auf einer polizeilichen Untersuchung und gerät selbst unter Mordverdacht.

Nichts als die reine Wahrheit lautet sein Versprechen – also fliegt Christian mit Sonja nach Schanghai. Auf der Suche nach der mysteriösen Chinesin wird ihm klar, wie fundamental sich die wirtschaftliche Dynamik des roten Drachens auf den eigenen Familienbetrieb auswirkt. Die turbulenten Nachforschungen stürzen Christians Beziehung zu seiner Freundin Sonja in eine Krise: In der boomenden 20-Millionen Metropole driftet das junge Paar in ein Universum, in dem Menschen ein völlig anderes Verhältnis zur Wahrheit haben. Die ferne Welt der chinesischen Dame zwingt die beiden, sich mit östlichen Philosophien zu befassen – und lässt Christian Wahrheiten über seine Beziehung zu Sonja, zu seinem Vater und zu sich selbst entdecken, die er niemals erwartet hätte.

Auf dieser dramatische Recherchereise entdeckt Christian in Schanghai Spuren seines Urgroßvaters, der als Jude vor den Nazis 1938 geflüchtet war. Schanghai war der letzte Ausweg, denn Flüchtlinge benötigten kein Visum, weil die Verhältnisse in der von Schlamm durchsetzten Stadt am Jangtsekiang zu chaotisch waren. Plötzlich muss Christian am Grab seines Urgroßvaters seine Haltung revidieren: War er seit den Besuchen bei der Psychotherapeutin überzeugt, dass Lügen generell in den Abgrund führen müssen, also sein Ehrlichkeits-Versprechen Sinn ergab, so hatte er danach bald den Eindruck, es gehe nicht um die „reine Wahrheit“ sondern um Wahrhaftigkeit. Jetzt aber musste er das Gegenteil zur Kenntnis nehmen: Gerade die konsequente Lüge der Urgroßmutter hatte ihren Sohn vor fatalem Unglück bewahrt. Und sein Großvater Josef und sein Vater Alfred verdankten mindestens zwei Lügen ihr Überleben nach 1938. Diese Erkenntnis trifft Christian wie ein Schlag in den Solarplexus, denn plötzlich wurde ihm klar: Ohne diese Lügen würde er gar nicht existieren.

Im Zentrum von Rekels Roman steht ein Mensch, der sich aus der Opferrolle befreit. Aus dem Netz der Familie, den Prägungen und materiellen Fallstricken. Er nimmt sein Leben in die Hand, wird erwachsen, macht sich zum Dirigenten seiner Sinfonie. Rekel formuliert es so: „Sei nicht Gefangener deiner Vergangenheit, sondern Architekt deiner Zukunft!“ Ein schmerzvoller Prozess, spannend und voller Wendungen, bis Christian schließlich seine eigene Wahrheit findet.

 

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