Die chinesische Dame - Rezensionen

Steffen Brück, Kulturradio RBB

»Freundliche Wahrheit oder verlogene Freundlichkeit? Eine spannende und hochbrisante Entdeckungsreise in die Welt der Globalisierung.«

 

Angelika Peinsith, ORF - Lesezeichen

"Gerhard Rekel schafft es, den Leser neugierig zu machen. Auf jede folgende Seite. Vom Anfang bis zum Finale. Das Buch macht Lust auf eine Reise ins geheimnisvolle Land im Osten."

 

Kurier

"Spannendes Buch, packende Milieustudie."

 

Raiffeisenzeitung (ges)

"Die chinesische Dame ist vieles: Krimi, Reiseroman, Liebesgeschichte, Familiensaga, Einführung in die chinesische Philosophie und Milieu-Studie über Globalisierung. Unterhaltsam und informativ bis zum überraschenden Ende"

 

G. Beck-Ewe, Moderator von Büchertreff.de

"Überaus gelungene Gegenüberstellung, interessanter und lesenswerter Roman."

 

Beatrix Kramlovsky, DIE FURCHE

"Wie eine unsichtbare Kamera folgt Rekel seinen Helden. Der Autor weiß genau, wann er einen Cliffhanger setzt und an welcher Stelle er einen Dialog abbricht."

 

EKZ-Bibliotheksservice, Martina Matthes

"Mit kristallklarem Blick auf das Essenzielle und in ungekünstelter Sprache setzt Gerhard J. Rekel seinen sympathischen Helden mehrere Lebenskrisen aus. Die Art, wie sich Christan Selikowsky der Bedeutung von Wahrheit in der westlichen und der östlichen Kultur nähert, ist sehr lesenswert."

 

Nach kritischer Lektüre meint DER BUCHLESER.

 

Bianca Dobler von der Wiener Buchhandlung Frick am Graben empfiehlt: "Ein Krimi aus Österreich mit exotischem Flair, der nicht nur einiges an Spannung bietet, sondern auch eine kleine Fernreise im Kopf für diese grauen Abende sein kann."

 

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Der Duft des Kaffees - Rezensionen

ZITTY, Berlin (25/05)

»Ein intelligenter Thriller, der sich hervorragend lesen lässt.«

DIE WELT (19.11.05)

»Rasante Handlung, komische Szenen, spannendes Buch. Macht Appetit auf guten Kaffee!«

HANDELSBLATT (04.11.05)

»Dufte! Was Kaffee mit der Seele macht.«

DER STANDARD (23.09.05)

»"Der Duft des Kaffees" zieht sich durch das gesamte Buch, das mit einer in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seltenen Leichtigkeit geschrieben ist. Ganz nebenbei vermittelt der rasant erzählte Roman viel Erhellendes über die Geschichte des vertrauten und doch fremden schwarzen Getränks. Vor einer möglichen Nebenwirkung sei gewarnt: Nach der Lektüre mag es passieren, dass man Kaffeesorte und Stammcafé panisch wechselt. Dem kürzlich vom Hamburger Thalia-Theater ausgezeichneten Gerhard J. Rekel, der auch für Film und Fernsehen schreibt, könnte es mit seinem intelligenten Roman gelingen, ein neues literarisches Genre zu etablieren - den "Food-Thriller".«

KRITIK in Unterhaltung-Themenguide.de (05.11.05)

»Schlüssig und erfrischend - ein Buch für Freunde von Patrick Süßkind, dessen Schreibweise durchaus vergleichbar ist. Absolut lesenswert.«

KLEINE ZEITUNG, Graz (12.05)

»Der Autor vermag es, große Spannung aufzubauen, Schauplätze plastisch und Menschen ohne Papiergeraschel zu formen. Eine raffinierte, an Wendungen reiche Story, gut gebrüht und aufgerührt.«

NEUE RHEIN ZEITUNG (2.12.05)

»Rekel hat einen anregenden Thriller geschrieben und bereitete den Zuhörern der Lesung einen spannenden und vergnüglichen Abend.

KRITIK im Buchwurm (21.04.06)

»Ungeheuer spannend und informativ; Brioni ist ein Charakter, der im Gedächtnis haften bleibt.«

 

Weitere Leserreaktionen.

 

Interview im Wiener STANDARD, erschienen am 23.09.2005 (RONDO)

DER STANDARD: Was brachte Sie auf die Idee, einen Roman über Kaffee zu schreiben?

Gerhard J. Rekel: Magenschmerzen. Von zu viel schlechtem Kaffee. Statt zum Arzt zu gehen, begann ich zu recherchieren, was Kaffee bewirkt - im Magen, im Kopf und in der Geschichte.

In der Geschichte?

Rekel: Ja, Kaffee ist eine Droge der Revolution.

Wie kommen Sie darauf?

Rekel: Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, Französische Revolution oder Aufbegehren gegen Metternich - immer boomte kurz zuvor Kaffee und Kaffeehaus. Glauben Sie allen Ernstes, das waren Zufälle? Kaffee putscht auf!

Glauben Sie wirklich, dass Kaffee einen politischen Effekt hat?

Rekel: Ja. Auf mehreren Ebenen. Gestern und heute. Die Französische Revolution konnte nur stattfinden, weil die Menschen ein paar Jahre zuvor begonnen hatten, Kaffee zu trinken. Davor tranken sie nämlich nur Bier. Morgens, mittags, abends - denn das Trinkwasser war allzu oft verseucht. Was hat's bewirkt? Der Alkohol hat vor allem das Phlegma vermehrt und damit den Blick auf die alltägliche Unterdrückung vernebelt. Erst als Kaffee als bakterienfreies Heißgetränk allgemein erschwinglich wurde, begann das Aufbegehren: Kaffee war die Muttermilch der Französischen Revolution. Und wo haben die Reden von Robespierre und Danton stattgefunden? Natürlich im Kaffeehaus!

Und heute?

Rekel: Heute entscheidet jede Tasse über Leben oder Tod. Hochwertiger, fair gehandelter Kaffee ermöglicht es den Bauern in Südamerika, zu überleben und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Billigkaffee ist aber nicht nur qualitativ minder, er fördert auch das rabiate Preisdumping der Großkonzerne - und damit die schlimmste Seite der Globalisierung, nämlich die Verelendung.

Was macht guten Kaffee aus?

Rekel: Kaffee ist so edel wie Wein, er hat ebenso viele Aromastoffe, nämlich 800. Um ein Kilo Kaffee zu produzieren, muss ähnlich viel Arbeit und Liebe aufgewendet werden wie beim Wein. Aus gutem Grund wird der Kaffee in den arabischen Ländern deshalb "Wein des Orients" genannt.

Kann jeder guten Kaffee machen? Was braucht man dafür?

Rekel: Für guten Kaffee braucht man nicht nur hochwertige Bohnen, sondern auch eine exzellente Maschine, geübte Hände, der Mahlgrad muss stimmen, die Frische der Röstung. Es ist ähnlich wie beim Wein: Man muss über den Inhalt Bescheid wissen, um eine gute Tasse Kaffee in all ihren sensorischen Facetten genießen zu können.

Welchen Kaffee trinken Sie zum Frühstück?

Rekel: Keinen. Kaffee ist doch kein Nahrungsmittel. Kaffeetrinken ist ein Ritual, das man nicht en passant genießt, etwa beim hektischen Überfliegen der Morgenzeitung. Oder lesen Sie etwa Zeitung, wenn Sie mit einer Frau schlafen?

Wann also?

Rekel: Später: Für mich ist Espresso vor allem eine Ausrede. Eine Ausrede für eine Pause, eine Ausrede zum Nachdenken, eine Ausrede, Ihnen ein Interview zu geben.

Und wie trinken Sie Ihren Espresso? Mit Milch und Zucker?

Rekel: Um Gottes willen! Welche Beleidigung der Geschmackspapillen. Das ist, wie wenn Sie Champagner mit Wasser verdünnen. Schluderbrühe. Milch und Zucker ist was für kleine Kinder. Verhunzen Sie nicht 800 Aromastoffe, die sich in der zarten Crema befinden.

Ist der entscheidende Stoff wirklich das Koffein?

Rekel: Nein. Guter Kaffee ist ein Kunstwerk, eine Projektion von Glück. Das Koffein spielt bloß eine Sekundärrolle. Die TU Zürich hat das in einer Studie bewiesen: Man entzog starken Kaffeetrinkern für sechs Wochen ihr Lieblingsgetränk. Einer Gruppe gab man Koffeintabletten, der anderen koffeinfreien Kaffee. Erstaunlicherweise hatte die Gruppe mit den Koffeintabletten die weitaus stärkeren Entzugserscheinungen. Das bedeutet: Wir brauchen nicht das Koffein, sondern wir sehnen uns in Wirklichkeit nach dem Duft des Kaffees.

Vermissen Sie diesen Duft nicht, als Wiener im Berliner Exil?

Rekel: Seit ich in Berlin lebe, weiß ich die Wiener Kaffeehauskultur noch mehr zu schätzen. Kaffeehäuser mit einer großen Auswahl an Zeitungen, ohne Kaufhausgedudel, mit hohen Räumen und hochwertigem Kaffee. Aber die werden auch in Wien weniger. Zwei der schönsten, das Café Haag und das Café Brioni, wurden durch Pizza Hut bzw. eine Spielhöhle ersetzt. Ohne dass die Politik oder das Denkmalamt eingegriffen hätten. Das schmerzt. Ungefähr so wie schlechter Kaffee. []

Die Fragen stellte Dr. Christian Buckard für den STANDARD.

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